Gesundheits-Apps, Wearables und Online-Coaches – immer mehr neue Technologien unterstützen beim aktiven Gewichtsmanagement. Doch wer vernetzt diese Daten? – Das Startup BODYGEE möchte diese technologische Lücke schliessen und bringt Gesundheitsdaten im webbasierten Online-Portal „Cockpit“ zusammen. 

Uwe (40) hatte ein Ziel als er sich bereit erklärte, bei einer 12-wöchigen Anwenderstudie zur Gewichtsreduktion mitzumachen: "Ich möchte wieder zu meiner alten Figur zurück". Über drei Monate sollte er seine Ernährung umstellen, seine Bewegung mit Hilfe eines Schrittzählers messen, ein wöchentliches Treatment vornehmen und sich alle vier Wochen einer BIA-Messung sowie einem 3D-Körperscan unterziehen. Um seine Fortschritte einsehen zu können, wurden alle Daten in einem Online-Portal für Coach und Kunde, dem BODYGEE Cockpit, zusammengeführt und visualisiert.

12 Wochen später ist Uwe 24.8 Kilo leichter und hat seinen Fettanteil um 56,5% reduziert.

„Ich bin von dem Ergebnis begeistert. Die Ernährungsumstellung zusammen mit dem Treatment, den Visualisierungs- und Motivationstechniken haben ihre Wirkung gezeigt. "Das schönste ist das Feedback von Leuten die mir sagen wie gut ich wieder aussehe und meine Tochter die happy ist, dass ich beim Fangen spielen nicht mehr schlapp mache", sagt der 40-Jährige. 

So wie Uwe ging es auch den anderen 23 Teilnehmern der Studie, die zeitgleich in Deutschland und der Schweiz durch das Unternehmen BODYGEE in Kooperation mit Eurodiet und Siwera durchgeführt wurde. Insgesamt verloren die Studienteilnehmer im Durchschnitt 15,3% Gewicht und 32,7% Fettanteil. 

Die Ergebnisse sind überwältigend. Die Studie hat gezeigt, dass die Nutzung neuer Technologien zur Visualisierung der Kundendaten eine höhere Motivation bei den Studienteilnehmern auslöst und die Coaches besser informierte Entscheidungen treffen können. Die Effektivität der Ernährungsumstellung und Bewegung wurde durch das non-invasive Treatment unterstützt. In der Kombination hat dies die Gewichtsreduktion positiv beeinflusst
— Dr. Med Roland Voëlin, Studienautor

Konsumenten nutzten bereits Gesundheits-Apps, Wearables wie die Apple Watch oder online Fitness-Coaches wie Freeletics. Erst kürzlich hat eine Studie des Gottlieb Duttweiler Instituts prognostiziert, dass neue Apps künftig Gesundheitsdaten wie Körperfett, Blutdruck oder Schlafverhalten mit unseren persönlichen Vorlieben und Bedürfnissen kombinieren werden. Doch die eigentlichen Coaches, die den Kontakt zu den meisten Übergewichtigen haben – die Ärzte, Ernährungsberater und Fitnesstrainer – hinken beim Einsatz neuer Technologien im Gewichtsmanagement oftmals hinterher. Grund dafür ist nicht selten die fehlende Vernetzung der Daten. Hier möchte BODYGEE ansetzen und die technologische Lücke zwischen Coach und Kunde schliessen.

„Wir verstehen uns als Technologiepartner für datengestütztes Gewichtsmanagement. In diesem Sinne möchten wir Ärzte, Ernährungsberater und Fitnesstrainer dabei unterstützen, Technologien wie Wearables oder 3D-Scanner für ihre Behandlung zu nutzen und diese in einem Portal für Kunde und Coach zusammenzubringen und einsehbar zu machen“, erklärt Co-Geschäftsführer Marcel Frikart. Das webbasierte Online-Portal Cockpit, das die Daten der Studienteilnehmer aus 3D-Körperscan, BIA-Messung und Schrittzähler visualisiert, wurde von den Studienteilnehmern regelmässig zur Standortbestimmung genutzt. 

Nach Abschluss der Studie sind nun weitere Untersuchungen über den nachhaltigen Erfolg des Konzeptes geplant. Die ersten Stimmen der Studienteilnehmer klingen jedoch positiv. Uwe jedenfalls versichert: „Für mich war das erst der Anfang. Die Motivation die ich aufgrund der eingesetzten Tools erhalten habe war riesig. Ich bin mir sicher, ohne euer Programm hätte ich nie den Erfolg gehabt". 

Das Unternehmen BODYGEE hat sich zur Aufgabe gemacht, das Gewichtsmanagement zu digitalisieren. 

Comment